Nov
29

Kann ein Smartphone bei einer kompakten Digitalkamera mithalten?

Aktuelle Smartphones können von allem ein bisschen und genau das ist der Punkt: eben nur ein bisschen. Viele Menschen glauben aber trotzdem, dass ein Smartphone mit einer 8 Megapixel-Kamera und einer Video-Aufnahme-Fähigkeit von 1080p HD (wie das HTC Sensation 4G) ausreicht und sie deshalb keine kompakte Digitalkamera benötigen. Jedoch haben Smartphones nur kleine Bildsensoren und zu wenig Einstellungsmöglichkeiten, um professionelle Fotographie zu ermöglichen.

Das Problem mit den Smartphone-Kameras

Es liegt einfach an der Größe. Smartphones müssen in die Tasche passen, so dass schlicht nicht genug Platz für einen großen Bildschirm, High-End-Prozessoren, integrierte Antenne, Lautsprecher UND einen vollständigen Bildsensor zur Verfügung steht. Das Ergebnis ist, dass Smartphones eben sehr kleine Bildsensoren verbaut haben. Sie mögen zwar 8 Megapixel-Bilder erlauben (oder bald sogar 16 Megapixel mit neuerer Technologie), aber durch die kleinen Sensoren bekommt jeder Pixel weniger Licht, die Farben lassen nach, so dass die Bilder verrauscht und unansehnlich werden.

Zudem haben Smartphones kleine Linsen, die außerdem nur selten optischen Zoomen erlauben. Bei wenig Licht und Schnellaufnahmen wird das Fotografieren dadurch ungleich schwerer. Schlüssel-Optionen, die bei der Aufnahme von qualitativ hochwertigen Bildern helfen sollen wie Bildstabilisatoren, verschiedene Aufnahme-Modi und mehrere Bildfolgemodi, fehlen oftmals oder sind nur marginal nutzbar. Kompakte Digitalkameras hingegen bieten diese heute fast immer standardmäßig.

Letztlich versagen alle Smartphone-Kameras bei schlechten Lichtbedingungen und selbst bei idealen Aufnahmebedingungen werden Bilder eines Smartphones nicht gut aussehen, wenn sie ausgedruckt werden (selbst bei kleinen Foto-Formaten).

Wann ist eine Smartphone-Kamera also nützlich?

Dank der wundervollen Möglichkeiten der Welt des Internets sind ausgedruckte Bilder nicht mehr so wichtig wie früher und das Tolle an Smartphones ist, dass sie mit dem Internet verbunden sind, egal wo man sich aufhält. Möchte man also ein Bild über Twitter oder Facebook verteilen und veröffentlichen, dann bietet ein Smartphone ausreichend Qualität (denn wer schaut sich ein geteiltes Bild bei Facebook schon als Vollbild an?) und macht das Teilen von Aufnahmen leicht und schnell möglich.

Sicherlich wird an den Fähigkeiten der Smartphones viel getan, so dass das neue Sony Ericsson Xperia Arc den neuen Exmor R Bildsensor unterstützt und dadurch bei widrigen Lichtverhältnissen inzwischen bessere Bilder entstehen, doch bleibt der Sensor weiterhin kleiner als der einer typischen kompakten Digitalkamera. Natürlich wird niemand auf die Idee kommen, bei wichtigen oder besonderen Anlässen wie Hochzeiten oder Familienfeiern ein Smartphone zum Fotografieren zu nutzen.

Schlussendlich ist es sicherlich keine falsche Entscheidung, sich eine günstige Einsteiger-Kompaktkamera  anzuschaffen und dadurch die Smartphone-Kamera in einigen Momenten oder Situationen zu unterstützen.


Chefredakteur alaTest Deutschland / Österreich / Schweiz: Jakob Eifler



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