Apr
26

Der iPod Touch (4th Gen.) – fast schon ein kleines iPad

Musik unterwegs dabei zu haben, ist eine schöne Sache. Beim Sport, beim Warten auf den Bus oder einfach, um zwischendurch mal abzuschalten – wer seine Lieblingstitel immer parat hat, braucht Leerlaufzeiten nicht mehr zu fürchte. Apples neuster iPod Touch (4th Gen.) ist zwar optisch kaum von seinen Vorgängern zu unterscheiden, die Ausstattung und Leistung des kleinen Musik-Begleiters, geht jedoch weit über die, eines herkömmlichen MP§-Players hinaus. Während manche böse Zungen behaupten, es handle sich beim iPod Touch nur um ein iPhone ohne Telefon-Funktion, sagen andere, es ist eher ein kleines iPad für die Tasche. Der Test zeigt, wer Recht haben wird.

Die Ausstattung setzt Maßstäbe

Im inneren des iPod Touch (4th Gen.) werkelt ein leistungsstarker Prozessor der Baureihe A4 mit einem Gigahertz. Wie das iPhone 4 arbeitet der Player mit einem hochauflösenden Retina Display, das eine Auflösung von 960 x 640 Bildpunkten (Pixel) darstellen kann. Für ein Gerät, das eigentlich ein MP3-Player sein soll, mehr als ausreichend und absolute Oberklasse am Markt. Verbessert wurde in der vierten Generation vor allem die Kamera. Die Auflösung von einem Megapixel ist zwar keine Gefahr für „echte“ Digitalkameras oder das iPhone, was eine Auflösung von acht Megapixeln unterstützt, dennoch: Kleine Schnappschüsse lassen sich damit in jedem Fall aufnehmen. Zusätzlich wurde die Linse, im Gegensatz zum Vorgänger nun am oberen Rand der Gerät-Rückseite angebracht. Erwähnenswert ist das, weil die Linsen-Position beim Vorgänger mehr schlecht als recht gewählt wurde und viel zu oft der Finger vorm Objektiv lag. Dieses Problem gehört nun der Vergangenheit an. Schön ist außerdem, dass der Touch nun mit zwei Kameras ausgestattet ist. Die hintere Kamera kann Fotos mit einer Auflösung von 960 x 720 Pixeln aufnehmen. Die Frontkamera leistet immerhin noch 640 x 480 Pixel. Wozu man zwei Kameras braucht? Ganz einfach. Mit der Frontkamera und dem neuen Tonempfänger können sogenannte FaceTime-Telefonate geführt werden. Ist der iPod Touch mit einem WLAN-Netzwerk verbunden, können über das Internet Videotelefonate gestartet werden. Da der Touch keine SIM-karte besitzt und damit keine Telefonnummern gespeichert werden, erfolgt der Anruf über eine Mailadresse. Das eigene Bild wird so über die Frontkamera an den Gesprächspartner übertragen. Falls man also mal über einen längeren Zeitraum unterwegs ist, bekommt man so Freunde oder Familie wieder zu Gesicht. Ein schönes Feature.

Die Kamera nun endlich auch Videos in High Definition (HD) aufnehmen. Eine Auflösung von 1280 x 720 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde ist damit möglich. Und natürlich lässt sich diese Funktion mit Apps aus dem App-Store ideal erweitern. So können die Videos gleich am Gerät zusammengeschnitten und auf soziale Netzwerke oder Videoplattformen, beispielsweise YouTube, hochgeladen werden.

Alle Funktionen, die eine Internetverbindung benötigen, müssen jedoch über ein WLAN aktiviert werden. Denn neben der fehlenden Telefon-Funktion besitzt der iPod Touch (4th Gen.) auch kein 3 G oder GPS-Empfänger. Ein kleiner Wehrmutstropfen des ansonsten top ausgestatteten Apple Geräts.

Multimedia und Gaming – die Kernfunktionen

Der starke A4-Prozessor macht das neueste Touch-modell nun endlich auch spieletauglich. Und damit sind nicht nur kleine Games zum Zeitvertreib gedacht. Auch hochauflösende umfangreiche und aktuelle Spiele laufen auf dem Touch und sehen dabei auch noch blendend aus, dank Retina Display. Und der Social-Gaming-Gedanke steht auch hier im Vordergrund. Wer mag, kann Highscores sofort in der Apple Community teilen und sich mit Freunden online messen. Wer den iPod Touch jedoch unterwegs als mobile Gaming Konsole nutzt, sollte jedoch einen Zweit-Akku parat halten. Denn länger als 90 Minuten hält der Touch bei grafikintensiven Spielen meist nicht durch.

Da der iPod Touch (4th Gen.) eigentlich ein MP3-Player sein soll ist die Multimedia-Tauglichkeit natürlich die wichtigste Eigenschaft des Geräts. Hierbei überzeugen sowohl die Werkausstattung als auch die zahlreichen App-Erweiterungen, die die Wiedergabe verbessern, Stream und Audio- und Videobearbeitung ermöglichen. So spielt der iPod Touch beispielsweise alle gängigen Musikformate, wie MP3, AAC, Apple Lossless, AIFF und WAV, ab. Für das Abspielen von WMA-Dateien gibt es entsprechende Apps, die eine Umwandlung direkt am Gerät ermöglich. Auch DRM-geschützte Hörbücher sind kein Problem für den Apple-Player. Auch für Videos ist er zu haben: H.264 (ein HD-Format) und MPEG-4 laufen ohne Probleme. AVI und DIVX benötigen ein kostenloses App.

Die integrierte iTunes-App ermöglicht zusätzlich, alle Dateien auf dem Touch mit dem heimischen Computer zu synchronisieren. So können die Lieblingsstücke zuhause und unterwegs abgespielt werden. Außerdem lassen sich so auch direkt neue Musiktitel kaufen. Das ist im Übrigen auch mit (amerikanischen) Serien möglich, die sogar einfach nur ausgeliehen werden können. Das ist natürlich günstiger als der Kauf. Der leihpreis liegt dabei bei gerade einmal 99 Cent für eine Leihfrist von 30 tagen. Sobald jedoch der Play-button für die Serie gedrückt wurde, hat man (nur) noch 48 Stunden Zeit, bis die Serie nicht mehr abspielbar ist.

Die starke Ausstattung und die vielen unterstützen Formate und App-Erweiterungsmöglichkeiten machen den iPod Touch (4th Gen.) zum bis jetzt besten Touch aller Zeiten. Kleinere Mankos, wie der fehlende GPS-Empfänger, stören den Gesamteindruck nur leicht, sodass der Touch definitiv eine Kaufempfehlung ist.


Chefredakteur alaTest Deutschland / Österreich / Schweiz: Jakob Eifler



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