Oct
25

3D Handhelds ohne Brille – Der absolute Hit oder Grund zum Ärgern?

Es begann in den großen Kinosälen der Welt und mit dabei waren immer diese lustigen Brillen. Die Entwicklung schritt voran und brachte uns mit 3D-fähigen Flachbildschirmen die dritte Dimension des Fernsehens ins Wohnzimmer. Jedoch musste auch dabei stets ein Brille getragen werden. Inzwischen sind die Bildschirme kleiner, stecken in Smartphones, Digitalkameras und Gaming-Handhelds und das beste daran: Dabei nun immer ohne Brille.

Es nennt sich auto-stereoskopisches 3D, besser bekannt als Brillen-freies 3D, und es funktioniert mit Hilfe von mikroskopischen Linsen (Lentikularlinsen) auf der Oberfläche, welche das Bild in zwei Hälften teilen – eine für das rechte und eine für das linke Auge. Wird der Bildschirm in der richtigen Distanz zum Auge gehalten, sieht jedes Auge ein eigenes Bild, sodass der 3D-Effekt entsteht.

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Nintendo erfuhr beim Vermarkten des ersten markttauglichen auto-stereoskopischen 3D-Bilschirms, der Nintendo 3DS, beide Seiten der Medaille. Die gute war, dass sich jeder über 3D ohne Brille freute, die schlechte Seite dagegen war, dass die Leute mehr von der Technologie erwartet haben.

Probleme mit Brillen-freiem 3D

So löblich die Idee der auto-stereokopischen 3D-Bildschrime auch ist, sie hat eine Hauptschwäche: Es funktioniert nur, wenn man den Bildschirm in einem exakten Winkel hält. Bei Handheld-Geräten ist das ein großes Problem, denn sie sind dazu gedacht, sie immer am Mann zu haben und überall, schnell nutzen zu können. Nur beim stillen Sitzen kann das 3D-Vergnügen überhaupt zur Geltung kommen, aber gerade wenn man im Auto, im Flugzeug oder der Bahn sitzt, sitzt man eben nicht still und über Stunden in der gleichen Haltung.

http://alatest.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/Zelda-3DS-300x241.pngNintendo erfuhr über den harten Weg, dass es nicht möglich ist, mit so einem Gerät permanent still zu sitzen, denn die Resultate beim normalen Spielen sind schlicht schlecht. Das Bild ist niemals klar, sodass man die ganze Zeit überschneidende oder unterschiedliche Bilder sieht. Wie der 3DS auch gehalten wurde, so richtig Spielspaß kam bei Ocarina of Time 3D nie auf, da man sich auf das Geschehen nur selten konzentrieren konnte.

Die Idee eines portablen Geräte ist aber natürlich eine andere. Wenn man auf einen 3D-Bildschirm blickt, erwartet man, dass sich der Bezugspunkt verschiebt, wenn man den Winkel des Gerätes von der einen zur anderen Seite ändert. Mit stereoskopischen 3D ist das aber nicht der Fall. Das Bild bleibt das gleiche, aber das eigene Gehirn erwartet eine Änderung. Das hat zur Folge, dass eben Überschneidungen und verschwommene Bilder entstehen.

Beharrlichkeit ebnet den Weg

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Trotzdem geben Hersteller das stereoskopische 3D bislang nicht auf. Smartphones sind der nächste Schritt in der Entwicklung und es geht tatsächlich voran. Sowohl HTC als auch LG haben bereits ihre 3D Smartphones vorgestellt, das EVO 3D  und das Optimus 3D. Mit höheren Bildschirm-Auflösungen als der des Nintendo und Verbesserungen der Lentikularlinsen-Technologie sind die 3D-Ergebnisse bislang deutlich besser, aber noch nicht perfekt. Die Entwicklung hat es inzwischen auch geschafft, dass beim Ansehen des Bildes im 2D-Modus so gut wie keine Verzerrungen durch die 3D-Technik mehr auftreten. Ein weiterer Pluspunkt ist der, dass diese neuen Geräte inzwischen auch Bilder und Videos in 3D aufnehmen können.

Zusammenfassung

3D Bildschirme sind nicht schlecht und werden auch ohne Brillen immer besser. Mit der Zeit wird auch diese Technologie ausgereift sein und einen völlig neuen Stand in unserer Welt einnehmen, sodass 2D-Bildschrime irgendwann der Vergessenheit angehören könnten. Die aktuellen und kommenden Geräte sind deshalb auf jeden Fall kaufenswert.


Chefredakteur alaTest Deutschland / Österreich / Schweiz: Jakob Eifler



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